Richtungscoach und Wegbegleiter für Männer


Auch Männer kämpfen im Leben mit Problemen und wünschen sich Lösungshilfen – doch geben sie dies selten zu und fragen nicht nach Unterstützung. Reiner Knudsen bietet diesen Männern einen geschützten Raum in seiner Beratungspraxis in der Bonner City, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Was genau bieten Sie an?

Mit meinen 49 Jahren habe ich mich vor zwei Jahren auf einen völlig neuen Weg gemacht. Damit gehöre ich zu den vielen Männern, die im Alter zwischen 40 und 50 noch einmal etwas völlig Neues beginnen. Ich biete als psychologischer Berater nicht-therapeutische Unterstützung insbesondere für Männer an, die auf ihrem Lebensweg an einem Punkt geraten, wo sich das Leben an irgendeiner Stelle ihrer Kontrolle entzieht. Weil Kontrolle für uns Männer von Bedeutung ist, ist Kontrollverlust – über Aspekte im Job, in der Familie, bei Fragen der Zukunft oder der Gesundheit – eine wesentliche Erfahrung.

Nicht selten passiert es leider, dass Männer vergeblich versuchen, die Dinge alleine wieder in den Griff zu bekommen. Nach Hilfe zu fragen, kommt uns schwach vor – und Schwäche ist für uns ein Problem. So entstehen viele angst- oder stressbedingten Störungen und Krankheiten und in viel zu vielen Fällen steht am Ende der verzweifelte letzte Schritt in den Suizid.

Weil ich selber einen Teil dieses Weges gegangen bin, möchte ich mich heute den Männern widmen, die an einen Punkt im Leben gelangt sind, an dem sie eigentlich Hilfe brauchen, es aber selber nicht merken oder es sich nicht eingestehen wollen oder können. Während meiner intensiven Ausbildung zum HP Psychotherapie, über zusätzliche Fortbildungen und die Beschäftigung mit vielfältigen psychologischen aber auch philosophischen Themen habe ich mir eine solide Grundlage geschaffen, Menschen in Krisen auffangen und begleiten zu können. Weil jeder Mensch anders ist und grundsätzlich anders „tickt“, lerne ich jeden Tag dazu und erweitere mein Verständnis für die faszinierende Psychologie des Individuums.

Mit meiner eigenen Beratungspraxis im Herzen von Bonn möchte ich Männern ein sicheres Refugium bieten, in dem sie sich so entfalten können, wie sie es für sich brauchen um ihr eigenes Selbst zu entdecken, zu stärken und weiter zu entwickeln.

Was bedeutet für Sie Prävention?

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Praxisräume (Foto: Reiner Knudsen)

Jeder Mensch ist irgendwie darauf bedacht, soviel wie möglich und nötig zu tun, um seine Gesundheit bestmöglich zu erhalten. Wir ziehen uns im Winter warm an, im Sommer sind wir uns der Gefahren der prallen Sonne bewusst und viele versuchen, im täglichen Leben eine gesunde Portion Bewegung einzubauen.

Auf der psychologischen Ebene aber gehen viele Menschen vergleichsweise schlecht mit sich um. Stress und Überstunden werden als „unvermeidbar“ missdeutet, Angst und Sorgen „gehören nun einmal dazu“ und wenn die eigenen persönlichen Bedürfnisse nicht erfüllt werden, dann „kann man eben nicht alles im Leben haben“. Dabei unterschätzen wir, welche Auswirkung solches Denken auf uns hat. Was klein beginnt, kann sich steigern zu Frust, Demotivation und Unlust – nicht nur im Job, sondern auch im Leben. Aber auch wenn wir spüren, dass uns unser Denken nicht gut tut, können wir es doch nicht einfach ablegen.

In diesem Kontext bedeutet Prävention für mich, sich selber den eigenen Fragen an das Leben stellen, einen Weg finden, in sich hinein zu horchen, die eigenen Bedürfnisse wieder entdecken und in das eigene Leben einbauen. Viele körperliche Krankheiten – es gibt Wissenschaftler, die sogar vermuten, dass das für alle gilt – haben ihren Ausgangspunkt in der Psyche. Die Seele leidet, der Körper reagiert und ruft „Stop“. Diesen Ruf wieder hören zu können und darauf zu reagieren, ist eine der besten Vorsorgen, die uns zur Verfügung steht.

Wie halten Sie sich persönlich fit und gesund?

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Reiner Knudsen (Foto: Beatrice Mack [foto-box.org])

Wenn es um meine eigene Gesundheit gehe, beginne ich in meinem Kopf, mit meinen Gefühlen und Gedanken. Ich habe gelernt, mich zu beobachten und zu verstehen, warum ich bin, wie ich bin und reagiere, wie ich reagiere. Auch ich habe Angst und Sorgen, aber ich habe einen Umgang damit gelernt, der verhindert, dass diese mein Leben diktieren.

Bei mir dreht sich viel um Entspannung und die Entlastung des Geistes. Das Gehirn braucht intensive Ruhephasen, nachdem es intensiv gefordert wurde. Diese Phasen suche und nehme ich mir ganz bewusst. Über Meditation und erste Schritte in TaiChi versuche ich, mit mir selber intensiv im Kontakt zu bleiben.

Ich habe in meiner eigenen Vorsorge zwei wesentliche Erfahrungen gemacht, die mir täglich helfen, gesund zu bleiben.

Erstens: Ärger lohnt nicht. Wer sich selber ärgert, erzeugt eine intensive negative Energie in sich, die sich nicht kreativ oder sozial entfalten kann. Sie richtet sich ausschließlich gegen die eigene Seele und den eigenen Körper. Eine gesunde Gleichgültigkeit ist der beste Schutz dagegen – denn häufig sind die Dinge von einer bestimmten Höhe betrachtet ohnehin nicht bedeutsam oder von mir änderbar.

Zweitens: Jetzt leben. Der Kern meiner eigenen depressiven Erkrankung war mein ständiges Grübeln und Sorgen um die Zukunft. Ich habe meine Handlungsmöglichkeiten hier und jetzt links liegen gelassen und meine Konzentration und Energie sorgenvoll auf das gerichtet, was vielleicht kommen wird – oder auch nicht. Heute lebe ich hier und jetzt und weiß, dass die Zukunft kommen wird. Aber sie wird für mich erst dann bedeutsam, wenn sie zum Jetzt geworden ist.

Entwurf: Beate Kuypers (designlos.de)

 

 

 

Reiner Knudsen
Maximilianstr. 28d
53111 Bonn

Telefon: 0228 9489 1449
E-Mail: reinerknudsen@richtungscoach.de
Internet: http://richtungscoach.de/

 

Bildnachweis: Reiner Knudsen

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