Mit Kälte gegen den Schmerz


Seit November letzten Jahres gibt es die erste Kältekammer in Form der Eiskabine in Bonn-Beuel – der einzige Anbieter im Bonner-, Kölner- und Düsseldorf-Raum. Die Kältetherapie zählt zu den physikalischen Therapiemöglichkeiten und ist geeignet für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Fitness sowie für Beauty und Schönheit. Viele Begriffe wie Eistonne, Eissauna, Kältekammer, Kryosauna oder Kältesauna werden oftmals als Synonym benutzt. Wir sprachen mit der Heilpraktikerin Stephanie Theuerzeit, Praxisinhaberin und Betreiberin der Eiskabine.

bonn gesund: Frau Theuerzeit, seit Neustem bieten Sie die Kältetherapie in Form der Eiskabine in Ihrer Praxis an. Wie kam es dazu?

Stephanie Theuerzeit:
Seit über 12 Jahren betreibe ich meine Praxis zur Behandlung von Beschwerden des aktiven und inaktiven Bewegungsapparates. Neben den Behandlungsmethoden der therapeutischen Thai-Yoga-Massage und der Akupunktur, stellt die Kältetherapie hier eine weitere wirksame Behandlungsmethode dar. Die Kombination der unterschiedlichen Verfahren hat mich beeindruckt und das wollte ich meinen Patienten und Klienten anbieten.

bonn gesund: Was genau versteht man denn unter einer Eiskabine?

Stephanie Theuerzeit:
Die Eiskabine stellt in der Ganzkörperkältetherapie eine Weiterentwicklung der klassischen Kältekammer dar. Die Temperaturen sind mit -160°C nicht nur deutlich niedriger; der Patient erfährt zusätzlich weitere Vorteile. Beispielsweise, dass auf die Vermummung des Kopfes verzichtet werden kann, da dieser während der gesamten Anwendung oberhalb der Eiskabine herausschaut. Dieses wird von vielen Anwendern als nicht so beklemmend empfunden wie in einer geschlossenen Kältekammer mit niedriger Deckenhöhe. Des Weiteren entfällt das Einatmen von zu kalter Luft, da die normal temperierte Zimmerluft eingeatmet wird, was von vielen ebenfalls als angenehmer empfunden wird.

bonn gesund: -160°Celsius, ist das nicht zu kalt, wie lange kann man das aushalten?

Stephanie Theuerzeit:
Da es sich um eine sehr trockene Kälte handelt, wird diese für gewöhnlich nicht als so kalt empfunden. Das maximale Wirkspektrum liegt bei 3 Minuten. Länger bleibt man nicht in der Eiskabine. Wem es aber zu kalt wird, der kann die Anwendung jederzeit unterbrechen.

bonn gesund:
Die Ganzkörperkältetherapie verspricht Schmerzpatienten Linderung ihrer Beschwerden. Was für Erfahrungen machen Ihre Patienten und was sind weitere Anwendungsgebiete?

Stephanie Theuerzeit:
Die Ganzkörperkältetherapie wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Zudem werden Regenerations- und Heilprozesse beschleunigt und der Spannungszustand, die Durchblutung und der Stoffwechsel in der Skelettmuskulatur beeinflusst. Die klassischen Anwendungsgebiete sind chronischen Schmerzen, Rheumabeschwerden, Muskelschmerzen, Schmerzen nach Operationen und Verletzungen, akuten Sportverletzungen oder sonstige akute Schmerzen.

bonn gesund: Gibt es Nebenwirkungen?

Stephanie Theuerzeit:
Direkte Nebenwirkungen gibt es nicht. Sensible Haut kann jedoch mit kurzer Rötung reagieren und es kann in seltenen Fällen ein kurzzeitiger Hustenreiz auftreten. Beides bildet sich aber zeitnah zurück. Es gibt jedoch Ausschließungsgründe. Beispielsweise bei zu hohem Blutdruck über 160/90 mm Hg, akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen, arteriellen Durchblutungsstörungen, Sensibilitätsstörungen, Epilepsie, Diabetes mellitus oder die Weißfingerkrankheit – der sogenannte Morbus Raynaud. Vor der ersten Anwendung findet jedoch ein ausführliches Aufklärungsgespräch und ein Gesundheits-Check statt.

bonn gesund: Wie oft sollte man die Eiskabine nutzen?

Stephanie Theuerzeit:
Die Erfahrung zeigt, dass bereits eine einmalige Anwendung einige Stunden Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit mit sich bringen kann. Bei manchen Klienten und Patienten kommt die Besserung erst später, etwa nach fünf oder zehn Anwendungen, dafür bleibt der lindernde Effekt bei wiederholter Anwendung meist länger. Je nach individuellen Ansprechen auf die Kälte wird die persönliche Anwendungsdauer abgestimmt. Bei regelmäßiger Durchführung der Ganzkörperkältetherapie haben Klienten und Patienten mit chronisch entzündlichem Rheuma oder Arthrose eine gute Chance, kranke Gelenke wieder einigermaßen schmerzfrei beweglich zu machen. Viele Patienten berichten von lang anhaltenden Effekten.

bonn gesund: Was könnten Sie abschließend noch zur Eiskabine sagen?

Stephanie Theuerzeit:
Nun, neben der Schmerzlinderung steigert eine Serie von Ganzkörperkälteanwendungen auch das allgemeine Wohlbefinden. Die Eiskabine bringt zusätzlich Linderung bei Schuppenflechte oder Neurodermitis durch ihren juckreizlindernden Effekt. Auch bei Migräne und depressiven Verstimmungen berichten Klienten und Patienten von Verbesserungen. Oftmals wird die Ganzkörperkältetherapie auch zur Unterstützung einer Diät eingesetzt. Pro Anwendung ist eine Verbrennung von bis zu 700 kcal möglich. Klienten und Patienten berichten von einem strafferen Gewebe und reduzierter Cellulite. Das Hautbild fühlt sich nicht nur verjüngter und verfeinerter an – der Effekt ist auch sichtbar.

bonn gesund: Und eine letzte Frage, was kostet eine Anwendung und wo kann sich der Interessierte hinwenden?

Stephanie Theuerzeit:
Eine Anwendung kostet 49,- Euro. In einem Abo kann sich dieser Preis bis auf 37,70 Euro pro Anwendung reduzieren. Für Vielanwender oder chronischen Schmerzpatienten gibt es ein Halbjahresabo. Hier zahlen Sie einmalig 130,- Euro und können die Eiskabine für nur 29,- Euro pro Anwendung nutzen. So oft Sie wollen. Weitere Informationen finden Sie unter www.eiskabine.de oder www.spannungs-frei.de.

bonn gesund: Frau Theuerzeit, vielen Dank für das Gespräch.

 

 

Quelle: Gemeinschaftspraxis Theuerzeit
Bildnachweis: Gemeinschaftspraxis Theuerzeit, pixabay.com

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